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Archiv der Kategorie Tragödie

The Descendants

Der Film heißt übersetzt in etwa die Nachkommenschaft. George Clooney spielt hier einen Familienvater, der sich bislang nie groß um seine beiden Töchter gekümmert hat. Nach dem Tod seiner Frau muss er plötzlich die alleinige Verantwortung übernehmen. Zusätzlich ist er auch Nachlassverwalter eines riesigen Grundstücks und muss hier ebenfalls für die große Familie eine wichtige Entscheidung herbeiführen.

Was zunächst langweilig klingt ist leider auch langweilig. Einige Witze von Sid können den Film leicht aufheitert, allerdings reicht dies sicher nicht für eine Empfehlung.

Deutscher Kinostart: 26. Januar 2012
Regie: Alexander Payne
Schauspieler: George Clooney, Shailene Woodley, Beau Bridges
Länge: 110 Minuten
Buch zum Film: The Descendants / Mit deinen Augen
Für Kinofreunde von: Up in the Air, Remember Me - Lebe den Augenblick

Kino-Trailer:

The Artist

Der Film zeigt das Ende der Stummfilmzeit. Für die alten Schauspieler ist es der Untergang und für die neue Generation von Schauspielern eine einmalige Möglichkeit.

Obwohl der Film eindeutig zeigen will, dass die Stummfilme zu einer abgeschlossenen Epoche gehören, ist es unverständlich, warum dem Kinozuschauer dies in einem langweiligen Kinofilm gezeigt werden soll? Bis auf eine witzige Traumsequenz ist der Film einfach nur überflüssig.

Deutscher Kinostart: 26. Januar 2012
Regie: Miachael Hazanavicius
Schauspieler: Jean Dujardin, Berenice Bejo, John Goodman
Länge: 100 Minuten
Für Kinofreunde von: Die kleinen Strolche, Klamottenkiste

Kino-Trailer:

Cheyenne - This must be the place

Dieses Leben ist eines der Schwersten. Das ist einer der Sprüche vom Rockrentner Cheyenne (Sean Penn), der sehr reich ist, sich extrem langweilt und seit 20 Jahren keine Musik mehr gemacht hat. Cheyenne ist gezeichnet durch Alkohol und Drogen, lebt jetzt aber clean. Eines Tages erfährt er vom Tode seines Vaters, den er 30 Jahre nicht gesehen hat. Bei der Beerdigung erfährt er erstmals, dass sein Vater im KZ war und sein Leben lang einen seiner Peiniger suchte, der in der USA untergetaucht ist. Dieses schwere Erbe nimmt nun Cheyenne an und auch er macht sich quer durch die Staaten auf die Suche.

Der Film ist sicher ein Highlight für alle Fans von Sean Penn und es gibt einige witzige Momente. Dies täuscht aber nicht über die Tatsache hinweg, dass dieser Kinofilm über Strecken langatmig dahinplätschert. Der wirklich hörenswerte Soundtrack kann dieses Manko zumindest etwas lindern.

Deutscher Kinostart: 10. November 2011
Regie: Paolo Sorrentino
Schauspieler: Sean Penn, Frances McDormand, Harry Dean Stanton
Länge: 118 Minuten
Für Kinofreunde von: Dead Man Walking, Crazy Heart

Kino-Trailer:

Die Haut, in der ich wohne

Eine wirre Geschichte mit einem verrückten Schönheitschirurgen (meisterhaft gespielt von Antonio Banderas), der sich nach dem Unfalltod seiner Frau ein eigenes Wessen schafft. Dabei ist das Opfer ausgerechnet der vermeintliche Vergewaltiger seiner Tochter, die nach der Tat den Selbstmord sucht. Dabei geht der Wissenschaftler ruhig und bedächtig vor, man kann ihm den Wahnsinn kaum ansehen.

Eine moderne Frankenstein-Geschichte mit überraschenden Elementen. So muss gutes und intelligentes Kino sein.

Deutscher Kinostart: 20. Oktober 2011
Regie: Pedro Almodóvar
Schauspieler: Antonio Banderas, Elena Anaya, Marisa Paredes
Länge: 125 Minuten
Buch zum Film: Die Haut, in der ich wohne
Für Kinofreunde von: Sprich mit ihr, Dieses obskure Objekt der Begierde

Kino-Trailer:

Dreiviertelmond

Die Geschichte ist schnell erzählt. Es geht um den grantligen Taxler Hartmut aus Nürnberg, der es sich mit seiner unkommunikative Art mit Tochter und Ehefrau verscherzt hat. Diese verlässt ihn dann nach 30 Ehejahren, aber auch das stört ihn zunächst wenig. Durch eine unfreiwillige Begegnung muss er sich plötzlich um die 6jährige Hayat kümmern. Jetzt muss er zwangsweise ein wenig aus seiner sozialen Isolation herauskommen und er denkt über das Leben nach.

Eine typische Fernsehproduktion finanziert durch diverse Filmförderungen, mehr ist eigentlich nicht zu sagen.

Deutscher Kinostart: 13. Oktober 2011
Regie: Christian Zübert
Schauspieler: Elmar Wepper, Katja Rupé, Mercan Türköglu
Länge: 94 Minuten
Für Kinofreunde von: Kirschblüten - Hanami, Keiner liebt mich

Kino-Trailer:

Der große Crash

Dieser Kinofilm zeigt die Ereignisse der letzten beiden Tage vor dem großen Finanzcrash 2008. Ein junger Investment-Banker findet durch Zufall und ausgezeichnete Zahlenkenntnisse heraus, dass die Bank im Prinzip auf einem Haufen wertloser Papiere sitzt. Er informiert seinen Chef und dadurch wird eine Lawine ausgelöst. In einer nächtlichen Sitzung kommt der Vorstand zusammen, lässt sich über den aktuellen Status der Bank informieren und trifft eine Entscheidung die die Bankenwelt in ein Beben versetzt.

Ein durchaus spannender Film, der über die Gier der Banken handelt. In einigen Teilen nicht ganz schlüssig, allerdings werten viele gute Schauspieler den Film wieder auf.

Deutscher Kinostart: 29. September 2011
Regie: J.C. Chandor
Schauspieler: Kevin Spacey, Jeremy Irons, Demi Moore
Länge: 110 Minuten
Für Kinofreunde von: Wall Street, High Speed Money

Kino-Trailer:

Blue Valentine

Beziehungsdrama. Die Ehe von Dean und Cindy hat eigentlich ganz romantisch angefangen, doch nach sechs Jahren ist die Beziehung am Ende. Nur die gemeinsame Tochter gibt den beiden die Hoffnung, dass es noch klappt, aber leider vergebens.

Dieser Film spielt im Wechsel in der Gegenwart und vor sechs Jahren. Dabei zeigt sich, dass der Anfang vielleicht doch nicht so romantisch war, denn das Kind von Cindy ist von einem anderen, doch Dean steht dazu. In der Rückblende wird auch deutlich, dass sich die Eltern von Cindy eigentlich einen erfolgreichen Schwiegersohn für die Tochter wünschten. Dean ist jedoch nur Maler, doch glücklich mit seinem Job. Cindy würde gerne Ärztin werden und drängt auch Dean mehr aus sich zu machen. Na ja, ein recht überflüssiger Film und einen Filmausschnitt mit einer Abtreibung (die zum Schluss zwar abgebrochen wurde) will eigentlich keiner gerne sehen.

Deutscher Kinostart: 4. August 2011
Regie: Derek Cianfrance
Schauspieler: Ryan Gosling, Michelle Williams, Faith Wladyka
Länge: 112 Minuten
Für Kinofreunde von: Das gelbe Segel, Das Leuchten der Stille

Kino-Trailer:

Nader und Simin - Eine Trennung

Eigentlich wollte ich zunächst gar nicht über den Film schreiben, jedoch möchte ich auch keinen Film in diesem Blog auslassen. Der Kinofilm handelt um eine iranische Ehe, eine anschließende Trennung und die daraus resultierenden und dramatischen Folgen.

Ein langweiliger und unnötiger Film, der uns in Gesellschaftsstrukturen und Denkweisen des Mittelalters entführt. Keine Ahnung warum es bei der Berlinale einige Auszeichnungen und Publikumsbeifall gab. Doch ich vermutet, dass das Publikum freudig geklatscht hat, weil der Film endlich vorbei war.

Deutscher Kinostart: 14. Juli 2011
Regie: Asghar Farhadi
Schauspieler: Leila Hatami, Peyman Moadi
Länge: 123 Minuten
Für Kinofreunde von: Der Kreis, Reise nach Kandahar

Kino-Trailer:

Der Mann der über Autos sprang

Ein Roadmovie der speziellen Art aus Deutschland. Julian (Robert Stadlober) flüchtet aus einer Nervenklinik in Berlin. Er macht sich zu Fuß auf den Weg nach Tuttlingen zum kranken Vater eines Freundes. Warum er in der Klinik war und er die weite Strecke nicht per Auto oder Zug zurücklegt ist zunächst unklar. Bei seiner Wanderung trifft er auf die Ärztin Ju (Jessica Schwarz), die sich der Wanderung anschließt. Auch Jan (Martin Feifel) ein Polizist aus Berlin heftet sich den beiden an die Fersen, allerdings mit dem Auto, denn er hat die Aufgabe Jan wieder in die Klinik zu bringen.

Eine langsame und ruhige Geschichte, die viele Fragen offen lässt. Schöne Bilder aus Deutschland und lustige Wendungen machen diesen Kinofilm zu einem besonderen Ereignis.

Deutscher Kinostart: 2. Juni 2011
Regie: Nick Baker-Monteys
Schauspieler: Robert Stadlober, Jessica Schwarz, Martin Feifel
Länge: 105 Minuten
Für Kinofreunde von: Die Zeit, die man Leben nennt, Sommersturm

Kino-Trailer:

Barfuss auf Nacktschnecken

Es geht um ein scheinbar ungleiches Schwesternpaar. Clara (Diane Kruger) hat Jura studiert und wohnt mit ihrem Mann in Paris. Lily (Ludivine Sagnier) ist irgendwie nicht ganz richtig im Kopf und wohnt mit der Mutter auf dem Land. Nach dem plötzlichen Tod der Mutter zieht Clara zunächst zu ihrer Schwester, um sich um sie zu kümmern. Trotz vieler Streitigkeiten verbindet die beiden ein starkes Band. Clara nutzt die Gelegenheit, um über ihr bisheriges Leben nachzudenken.

Ein Film mit tiefen Gefühlen und einem starken Hang zur Natur. Am Anfang ist der Handlung etwas anstrengend, aber man wird mit zum Schluss mit einem mal ganz anderen Happy End beglückt.

Deutscher Kinostart: 5. Mai 2011
Regie: Fabienne Berthaud
Schauspieler: Diane Kruger, Ludivine Sagnier, Denis Ménchot
Länge: 103 Minuten
Für Kinofreunde von: Die zweigeteilte Frau, Swimming Pool

Kino-Trailer: